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By Erich Kistler

Am Ende des eight. Jhs. v. Chr. richtete ein elitärer Zirkel Athens bei der Bestattung seiner Angehörigen in der Kerameikos-Nekropole ein neues Ritual ein: die "Opferrinnen-Zeremonie". Sie stellt allerdings entgegen dieser Bezeichnung keinen Opfer- oder Beigabenbrauch dar, sondern einen Akt der Status-Inszenierung.

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Se in der Kombination (M)-(T)-(G)-(A) aJs Anspielung auf das Bankett möglichst effektvoll in Szene zu setzen (Abb. 8) . inig geben~ welche sich be52 Vgl. 1;um Begriff des Vetoichrnngsopfers: W. Bur-ktrt. iscbe Religion der archaichen und klassischem Zeit ( 1977) 297. Yi\LKO µc npoarama nvcuµanKwv ÖLKmwµarwv 50 2. 'ineJsen revidierte Vorstellung zurückmwel en. abe, um so die Kremation den bescheideneren Formen der lnhumation anzupassen. rte, da durcb sie die notwendige Sauer t0ffzufuhr zur Verbrennung des Scheiterhaufen aucb bei efoem Absenken in die Orabgrobe ermöglicht worden war.

Nebenbei wird in der Tabelle 1 noch ein weiteres eigenartiges Phänomen augenfällig. Seit der Einführung der 'Opferrinne' in die Praxis der Bestattungsgruppe Hagia Triada haben sich bis ans Ende des 6. Jhs. v. Chr. zwei Höbepunkle unterschiedlicher Natur herausgebildet. So übertreffen zum einen die 'Opferrinnen' T 1 1- 5 ihre Nachfolgerinnen in auffälliger Weise hinsic htlich des Aufwandes der zugehörigen Keramik. Richtet man indessen das Augenme rk auf die Häufigkeit de r Durchführung von 'Opferrinne-Zeremonien', so liegt zum anderen gleichfalls ein Höhepunkt im Zeitraum von 625-575 v.

Cremonie'. Diese Beobachtung erhält ausserdem ihre besondere Signifikanz, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die keramischen Rückstände aus den spätgeometrischen und protoattiscben 'Opferrinnen' jeweils die Gefässkombination (M)-(T)-(G)(A) belegten. Offenkundig besass die tribünenartige Verbrennungsanlage vordringlich die Funktion, eine parataktische Aufstellungsweise der Gefässe im Sinne eines piktographischen Codes zu ermöglichen. Dies wird um so evidenter, wenn man bedenkt, dass es sich bei dieser Keramik grösstenteils um Scheingefässe handelte.

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