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By Otto Friedrich Bollnow (auth.)

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Ärztliche Maßnahmen aus psychologischer Sicht — Beiträge zur medizinischen Psychologie

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Die Lebensmacht des Grenzenlosen An dieser Stelle hat MISCH eingesetzt, um die Ansiitze, die von DILTHEY in zahlreichen NachlaBfragmenten iiberliefert, aber nicht mehr von ihm selber systematisch Zu Ende gefiihrt sind, Zu einem AbschluB zu bringen. Das geschah freilich schon zu einem sehr viel spiiteren Zeitpunkt, niimlich als es darauf ankam, in der Auseinandersetzung mit HUSSERL und HEIDEGGER riickbIickend das Recht des von DILTHEY Erkannten Zu begriinden; denn wie schon in der Einleitung beriihrt war, entstand unter dem iiberwiiltigenden Eindruck von HEIDEGGERS "Sein und Zeit" der Anschein, als sei in seiner scharf auf das Ontologische durchgebildeten "Analytik des Daseins" dasjenige feste Fundament aller anthropologischen Untersuchungen gelegt, von dem her DILTHEYs Bemiihungen als noch unentschiedenes und vielfach richtungsloses Tasten erschienen.

Das Universum", so sagt er, "ist nicht ein fertig Entstandenes, sondern ein ohne UnterlaB Entstehendes. Es wachst sicherlich unbegrenzt durch Hinzufiigung neuer Welten" (SE 246). Der elan vital, die "Lebensschwllngkraft", wie man diesen Begriff ins Deutsche zu iibersetzen versucht hat, ist selber ein solcher schopferischer Drang. Ausdriicklich heiBt es von ihr: "Die Lebensschwungkraft ... ist im Grunde ein Verlangen nach Schopfung" (SE 25 5). Wie sich dies dann im einzelnen in einem groBen metapysischen Entwurf verwirklicht: als die absteigende Bewegung, in der sich die Materie verfestigt, und die ihr entgegenwirkende Bewegung der Lebensschwungkraft selbst, muB an spaterer Stelle noch einmal aufgenommen werden.

Weiterhin ist hier auch MALRAUX zu nennen. In den tiefdringenden geschichtsphilosophischen Dberlegungen, die den groBten Tell seiner "NoBbaume der Altenburg"21 ausmachen, diskutiert er den Gegensatz zwischen der im wesentlichen von NIETZSCHE herkommenden tiefenpsychologischen Deutung und der auf D1LTHEY zuriickgehenden geschichtsphilosophischen Auffassung yom Menschen an den beiden Thesen: "In aHem Wesentlichen ist der Mensch das, was er verbirgt" und "Der Mensch ist das, was er tut". Die erste These geht dahin, daB "hinter" den menschlichen LebensauBerungen ein meist sorglich geheim gehaltenes "Wesen" liege, das man erfassen miisse, um von da aus den Schliissel zum Verstandnis aller seiner Verhaltensweisen zu gewinnen.

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