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By Axel Bolder, Rolf Dobischat, Günter Kutscha, Gerhard Reutter

Der Lebensberuf, die Ausübung eines einmal „gelernten“ Berufs von der Ausbildung bis zum Ruhealter, warfare auch im 20. Jahrhundert in weiten Segmenten beruflich organisierter Arbeit keineswegs die Regel. Als klassisches Beispiel gelten in der Berufsforschung die Kfz-Mechaniker, die sehr oft schon bald nach ihrer Ausbildung andere Tätigkeiten ausübten – ohne dabei notwendig ihr berufliches Selbstbild aufzugeben. Die im zweiten Band der Reihe belegte Entwicklung zu Diskontinuierung und Subjektivierung von Arbeit wird im dritten Band mit der Frage aufgenommen, ob der im Zuge der europäischen Prozesse induzierte Wandel der Institutionen der Berufsbildung einen Gegentrend auf Seiten der Subjekte provoziert. So mehren sich die empirischen Hinweise, dass die im Arbeitsleben Stehenden trotz institutioneller Deregulierung und zunehmender Prekarisierung auf ihrer subjektiven Beruflichkeit bestehen, die sich nicht an Berufsklassifikationen festmacht. Sie lässt den Beruf eher als biographisches Projekt erscheinen, als permanente Herstellung eines mehr oder weniger individuellen Zuschnitts durch Ausbildung, „lebenslange“ Weiterbildung und Erfahrung geprägter Arbeitskraft und Identität.

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An diesem Befund setzte in den 1980er Jahren eine Vielzahl von Untersuchungen und Beiträgen an, die – wenn auch teilweise mit ganz anderen Bezügen – zumindest eine Position Mertens’ teilten, nämlich dass der Beruf kein geeignetes Orientierungsmuster in den zeitgenössischen Modellen der Qualifizierung darstelle. Angestoßen wurde mit dieser breiten Erosionsdebatte die sehr kontrovers diskutierte Frage, ob Berufsbildung denn nun mit oder ohne Beruf vonstatten gehe. Dieses Thema ist, um es vorwegzunehmen, bis heute aktuell.

Darüber hinaus hätte der Übergang in eine Wissensgesellschaft steigende Qualifikationsanforderungen der Betriebe und einen Attraktivitätsverlust der im Berufsbildungssystem zugunsten der im Hochschulbereich Qualifizierten zur Folge, so dass hiermit verknüpft eine Erosion der dual vermittelten Berufsqualifikationen als Garant für betriebliche Karrieren angeführt wurde (vgl. Kupka 2005b). Die aus dem sektoralen Wandel abgeleiteten Erosionsszenarien beruflicher Zertifikate relativierend, bezweifelt zum Beispiel Axel Bolder (2009) die drastische Expansion wissensintensiver Tätigkeiten als Hinweis auf die heraufziehende Wissensgesellschaft.

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